Eigentlich ist das ein Fall für den Staatsanwalt. In der Privatwirtschaft würde man es Beihilfe zur Konkursverschleppung nennen und dafür landet man im normalen Wirtschaftsleben vor dem Strafrichter.
Die EU will Griechenland nicht Pleite gehen lassen. Dabei ist dieses Land schon längst pleite. Auch die scheinbar positive Abstimmung vom 29. Juni 2011 im griechischen Parlament, ändert daran nichts! Die Probleme sind nicht gelöst. Der Staatsbankrott wird aufgeschoben.
Man will es nicht offen zugeben: Griechenland wird niemals all seine Schulden zurückzahlen. Trotzdem werden die Staaten Europas, wie bereits im Mai 2010, noch einmal Beihilfe zur Konkursverschleppung leisten.
Das zu späte offene Eingeständnis der griechischen Pleite kommt uns in diesem Jahr schon viel teurer, als im vergangenen Jahr. Aber jedes weitere Jahr wird es noch teurer. Inzwischen sind neben diversen Staatshaushalten schon etliche Nationalbanken, vor allem die Europäische Zentralbank, bedroht, die nun den Großteil der griechischen Anleihen hält.
Europaweit sind aufgrund der Schuldenkrise schon unvorstellbare 1.500 Milliarden Euro an Haftungen aufgelaufen. Und Europa ist gerade dabei, diesen teilweise schon verlorenen Geldern, noch weitere 120 Milliarden Euro nachzuwerfen.
Ich gehöre zu der Gruppe der Bevölkerung, die für einen offiziellen Konkurs Griechenlands sind. Zugegeben, die internationalen Konsequenzen einer Staatspleite sind nicht abschätzbar. Es besteht die Gefahr eines Dominoeffektes. Andere Kernländer, allen voran Spanien, Portugal, Irland und Italien, könnten ebenfalls in den Konkurs schlittern. Der Euro würde dann an Wert stark verlieren. Selbst in den stabilen Ländern der europäischen Union, würden die Zinsen steigen. Eine tiefgreifende Währungskrise wäre unvermeidbar. Welche Auswirkungen hat nun dieser Schlamassel auf uns Geld, auf unsere Ersparnisse?
Bei mir hat sich die Überzeugung gefestigt, dass die Schuldner auf ehrliche Art und Weise, ihre Verbindlichkeiten nicht zurückzahlen werden. Also rechne ich weiterhin mit ansteigenden Inflationsraten. Ich selbst schütze meine Ersparnisse, in dem ich sie überwiegend in Sachwerte, wie in deutschen Qualitätsaktien, sowie Aktien von Gold-, Öl- und Gasproduzenten, Unternehmen mit schuldenfreien Immobilienvermögen, Aktien von Firmen, die Rohstoffe liefern, sowie Topunternehmen aus der Nahrungsmittel- und Pharmabranche angelegt habe. Dazu investiere ich in die PRIMA Fonds. Und dadurch in Aktienanlagen weltweit.
Die aktuelle allgemeine Verunsicherung hatte die Börsen in den letzten Monaten nach der guten Erholung in den Jahren 2009 und 2010 wieder unter Druck gesetzt. Viele Aktien sind heute zu Schnäpschenpreise zu kaufen. Weil aber die Welt deutlich vor einem moderaten, aber nachhaltigen Konjunkturaufschwung steht, getragen vom erstaunlich gestiegenen Privatkonsum und robusten erstklassigen Unternehmensgewinnen, glaube ich, für meine Investition in den PRIMA Fonds, an ein sehr positives 2. Halbjahr und sehe in den aktuellen Kursniveau klar Kaufkurse für sachwertbezogene Aktien. Manchmal lohnt es sich gegen den Strom zu schwimmen. Nur so kommt man letztlich an die Quelle.

